Lösungen › Carbon Box

Carbon Box · mobile Pyrolyse

Aus „Eh da“-Biomasse — wie Grünschnitt, Käferholz und Paludi — wird Ihre eigene Pflanzenkohle.

Mobil, unter 60.000 € Investment — mit der Biomasse, die bei Ihnen sowieso anfällt. Kein Millionen-Invest, keine teuren Zukauf-Hackschnitzel.

Ehrlich vorweg: Die Carbon Box ist gerade noch in Entwicklung. Wir suchen Betriebe, die von Anfang an dabei sein wollen.

Was heute Kostenfaktor ist, wird zum Rohstoff.

Genau dort, wo Biomasse bisher entsorgt werden muss oder liegen bleibt, macht die Carbon Box sie zu wertvoller Pflanzenkohle. Diese „Eh da“-Biomasse ist meist transportunwürdig — der Transport ist schlicht zu teuer. Deshalb haben wir die Carbon Box mobil gemacht: Die Carbon Box kommt zur Biomasse, statt dass die Biomasse langwierig und kostspielig transportiert werden muss.

🌿

Grünschnitt

Grünschnitt von Garten- und Landschaftsbau-Betrieben ist heute ein Kostenfaktor — er muss entsorgt werden. Verkohlen Sie ihn direkt zu Pflanzenkohle, sparen Sie die Entsorgung und gewinnen ein Produkt.

→ vom Kostenposten zum Umsatzbringer

🪵

Käferholz & Baumschnitt

Käferholz und Baumschnitt sind als Bauholz nicht verwertbar und bleiben oft liegen. Zu Pflanzenkohle verarbeitet, machen Sie aus nicht nutzbarem Holz ein Produkt, das den Boden verbessert.

→ vom Abfall zum Bodenverbesserer

💧

Paludi-Biomasse

Wiedervernässung ist sinnvoll — aber für das Schilf, Weichholz oder Gras fehlt die Verwertung, und das große Volumen macht den Abtransport unwirtschaftlich. Mobil vor Ort verkohlt, setzen Sie den Stickstoff fest und verringern das Transportvolumen deutlich.

→ vom Transportproblem zur Pflanzenkohle

Warum überhaupt Pflanzenkohle?

Ein echtes Multitalent für Ihren Boden.

Wasserspeicher. Pflanzenkohle nimmt bis zum rund 5-fachen ihres Eigengewichts an Wasser auf und hält den Boden bei Trockenheit länger feucht.
Nährstoffspeicher. Sie bindet Nährstoffe und gibt sie nach und nach an die Pflanzen ab — weniger geht ungenutzt verloren.
Lebensraum fürs Bodenleben. Die poröse Struktur bietet Mikroorganismen und Pilzen Platz — so entsteht Humus und der Boden wird fruchtbarer.
Weniger Verluste. Pflanzenkohle reduziert Nitratauswaschung und Lachgas-Emissionen aus dem Boden.
Kohlenstofffixierung. Der Kohlenstoff aus der Biomasse bleibt dauerhaft im Boden gebunden, statt als Gas zu entweichen.

Das Problem mit den bisherigen Lösungen

Pflanzenkohle selbst machen? Bisher eine Sackgasse.

Pflanzenkohle ist in aller Munde — Stichwort Terra Preta, sogar im Fernsehen. Wer sie aber selbst herstellen will, stößt schnell an Grenzen.

Der Kontiki

Etwas für den Garten — nett für den Hobbybereich, aber nicht für den Betrieb gemacht.

Profi-Pyrolyseanlagen

Kosten Millionen im Investment. Wer will so viel investieren? Und wer hat überhaupt so viel Biomasse?

Teure Hackschnitzel

Fast alle Anlagen brauchen Holz oder Hackschnitzel — „Designer“-Biomasse, die Sie erst zukaufen müssen.

Unsere Lösung

Unsere Herangehensweise ist komplett anders.

Unter 60.000 € Investment — Rentabilität schnell erreicht, auch bei wenig Biomasse.
Jede trockene Biomasse: Heu, Stroh, Paludi, Strauchschnitt, Käferholz — und natürlich Holz.

Die Biomasse soll kostenlos sein — wir verkohlen die „Eh da“-Biomasse, das, was sowieso da ist.

Klein und mobil — passt auf einen Autoanhänger. Die Box kommt zur Biomasse.

So einfach zu bedienen, dass sie sich sogar verleihen lässt.

Wie es funktioniert

So einfach geht’s — in drei Schritten.

Befüllen, laufen lassen, entnehmen. Den Rest macht der Prozess von selbst.

01

Befüllen

Drei Euro-Gitterboxen mit trockener Biomasse (< 12 % Restfeuchte) füllen und mit Stapler oder Radlader in die Carbon Box heben.

02

Laufen lassen

Pyrolysekammer luftdicht verschließen und von außen anheizen. Danach befeuert sich der Prozess selbst und stoppt von allein, wenn nichts Organisches mehr übrig ist.

03

Entnehmen

Abkühlen lassen, Gitterboxen mit der fertigen Pflanzenkohle herausnehmen. Und von vorne.

Kein Zukauf, kein Dauerbetrieb — ein Batch nach dem anderen, mit der Biomasse, die Sie eh haben. Und nur dann, wenn Sie Zeit haben, nicht in den Arbeitsspitzen wie zum Beispiel während der Ernte. Damit ist die Carbon Box die optimale Ergänzung für Ihren Betrieb.

Pflanzenkohle aus der Carbon Box: grobe Stücke und feines Granulat

Wo wir stehen

In Entwicklung — und wir sagen das offen.

Die Carbon Box ist noch nicht fertig. Genau deshalb suchen wir Pilotpartner, die von Anfang an dabei sind und mitgestalten. Was wir hier zeigen, füllen wir laufend mit echten Zahlen aus dem Prototyp-Betrieb.

Kohle-Ausbeute pro Batch

rund 30 %

Durchsatz pro Batch

2 m³ — bis zu 1 t Biomasse

Wer dahintersteht

Aus der Praxis gedacht — nicht am Reißbrett.

Wir kommen aus der Landwirtschaft und dem praktischen Betrieb von Biogasanlagen — und wir sind selbst Investoren. Deshalb sehen wir Prozesse anders: praktischer.

Genau darum haben wir uns bewusst für den Batch-Prozess entschieden. Er karbonisiert jede Biomasse, nicht nur teure Hackschnitzel — und das macht die Carbon Box wirtschaftlich. Und ein Batch läuft nur dann, wenn Sie Zeit haben, ihn vorzubereiten und die Gitterboxen zu befüllen. Wir wollten Ihnen keine zusätzliche Arbeit aufbürden. Haben Sie Arbeitsspitzen im Frühjahr oder im Herbst, lassen Sie die Carbon Box einfach stehen.

Ein Eimer frische Pflanzenkohle auf der Wiese

Technik

Wie funktioniert die Pyrolyse?

In einer Feuerkammer wird die Wärme für die Pyrolysekammer erzeugt. Die Biomasse heizt sich auf, die Restfeuchte verdampft, dann beginnt die Ausgasung des Pyrolysegases. Dieses Gas wird zurück in die Feuerkammer geleitet und hält den Prozess am Laufen, bis alle organischen Anteile verdampft sind. Übrig bleibt das reine Kohlenstoffgerüst — die Pflanzenkohle. Der Prozess endet von selbst.

Warum Batch statt kontinuierlich? Wir befüllen die Kammer und lassen den Prozess bis zum Selbststopp durchlaufen. Der Vorteil: Wir können jede Art von Biomasse verkohlen statt nur teure „Designer“-Hackschnitzel, wie sie bei kontinuierlichen Pyrolysereaktoren meist nötig sind. Das erhöht die Wirtschaftlichkeit.

Nächster Schritt

Denken Sie, das könnte etwas für Sie sein?

Werden Sie einer unserer ersten Pilotpartner — jetzt, wo wir die Carbon Box noch gemeinsam gestalten können. Erzählen Sie uns, welche Biomasse bei Ihnen anfällt.

Oder direkt: 08734 939770 · s.stehlig@snow-leopard-projects.com

Newsletter

Biogas-Wissen direkt ins Postfach

Praxiswissen, Förderprogramme und Neuigkeiten von Snow Leopard Projects – kompakt per E-Mail.

Abmeldung jederzeit über den Link im Newsletter möglich.